Folge 5 - "Das kann Schule machen" - Nürnbergs Weg zur Bildungsstadt
Shownotes
Bildungshelden on Air – Podcast mit Geschichten, die Schule machen
Anlässlich des 500-jährigen Bestehens des Melanchthon-Gymnasiums Nürnberg feiert die Nürnberger Schulfamilie im Schuljahr 2025/2026 unter dem Motto „500 Jahre Bildungshelden – Wir feiern Schule seit 1526“ ein halbes Jahrtausend Schule und schulische Bildung in Nürnberg.
Der Bildungshelden-Podcast nimmt die Hörerinnen und Hörer mit auf eine spannende Reise durch fünf Jahrhunderte Schulgeschichte – vom Mittelalter bis in die Klassenzimmer von heute. Produziert wird er von Schülerinnen und Schülern verschiedener Nürnberger Schulen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg (IPSN) und dem Schulmuseum Nürnberg, koordiniert vom Referat für Bildung der Stadt Nürnberg.
🎙️ Folge 5 ist ab sofort online!
Für die neue Folge unseres Bildungshelden-Podcasts waren wir bei der Eröffnung der Ausstellung „Das kann Schule machen“ im Rahmen der Nürnberger Stadt(ver)führungen 2026 dabei.
Zu hören ist die Live-Aufnahme der Ausstellungseröffnung mit Bildungsreferentin Cornelia Trinkl und den beiden Kuratoren Dr. Antonia Landois und Dr. Mathias Rösch. Gemeinsam nehmen sie uns mit auf eine Reise durch die Nürnberger Schul- und Bildungsgeschichte und geben Einblicke in die Entstehung und die Geschichten hinter der Ausstellung.
Die Ausstellung ist Teil unseres Jubiläums „500 Jahre Bildungshelden – Wir feiern Schule seit 1526“ und zeigt, wie sich Schule und Bildung in Nürnberg über fünf Jahrhunderte verändert haben – und welche Menschen diese Entwicklung geprägt haben.
🎧 Viel Spaß beim Hören – und am besten danach selbst vorbeischauen!
📍 „Das kann Schule machen“
Stadtarchiv Nürnberg, Foyer
Marientorgraben 8
Noch bis 18. Oktober 2026
Der Eintritt ist frei.
🕙 Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag: 10–17 Uhr
Freitag: 10–20 Uhr
Samstag: 13–17 Uhr
Bei der Moderation hat uns der KI-Hale von Elevenlabs unterstützt: https://elevenlabs.io/app/home
Weitere Informationen:
Referat für Bildung der Stadt Nürnberg
https://www.nuernberg.de/internet/schulen_in_nuernberg/geschaeftsbereich_schule.html
Bildungshelden
https://www.nuernberg.de/internet/schulen_in_nuernberg/bildungshelden.html
Institut für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg
https://www.nuernberg.de/internet/paedagogisches_institut/
Schulmuseum Nürnberg
https://www.schulmuseum.uni-erlangen.de/
Melanchthon-Gymnasium Nürnberg
https://www.melanchthon-gymnasium.de/
Stadtarchiv Nürnberg
https://www.nuernberg.de/internet/stadtarchiv/
Transkript anzeigen
00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zu der vierten Folge unseres Bildungshelden-Podcasts.
00:00:23: Das Melanchthon feiert nämlich fünfundjahriges Jubiläum, und wir als Stadtgemeinschaft feiern fünfhundert Jahre Bildungshelden!
00:00:30: In diesem Podcast nehmen wir euch mit auf eine spannende Reise durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Bildung in unserer Stadt.
00:00:38: Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Nürnberger Schulen, dem städtischen Lehrerfortbildungsinstitut IPSN Und im Schulmuseum Nürnberg blicken wir hinter die Kulissen.
00:00:47: Was macht Bildung in Nürrnberg aus?
00:00:48: Welche Herausforderungen gibt es und welche Chancen?
00:00:55: Das
00:00:55: kann Schule machen!
00:00:57: Von Melanchton zur Bildungsstadt
00:00:59: Nürnenberg.
00:01:01: Unter diesem Motto fand die Eröffnung der gemeinsamen Ausstellung des Stadtarchivs
00:01:05: und des
00:01:05: Schulmuseums Nürrenberg statt.
00:01:08: Mit einer anschließenden Führung durch die Bildungsreferentin Cornelia Trinkel.
00:01:12: war's ein gelungener Auftakt, den ihr hier gerne noch mal nachhören könnt.
00:01:16: Viel Spaß!
00:01:23: Also nun klar, ich
00:01:26: lasse alle Erachtungsköpfe
00:01:31: grüßen bei den
00:01:32: Stadtführungen.
00:01:35: Dieses
00:01:35: Wochenende ist ja voll von verschiedensten
00:01:37: Führungen in der ganzen Stadt dieses Jahr unter dem Motto Zeitfenster ein sehr fachendes Monat für eine sehr große Ziviläum.
00:01:42: Fünfhundert Jahre schulischen Bild durch die Nürnberg, fünfhundert jahre Finanzturm
00:01:47: im Nasen.
00:01:48: Wir
00:01:49: haben hier eine wunderbare
00:01:51: Ausstellung die diese
00:01:53: fünfhundert Jahre
00:01:55: nochmal deutlich macht,
00:01:56: diese Ausstellung hat das besondere
00:01:59: Merkmal, dass sie nicht nur
00:02:01: zahlgabend fragt und liefert zu lieber als Held auf den Schichtsprücher,
00:02:05: sondern dass sie
00:02:06: zusammenliegen
00:02:07: darf.
00:02:08: Dass sie aber
00:02:09: auch Fragen auftritt, sobald
00:02:11: sie
00:02:12: wehrmacht dem Zugang zu BSO
00:02:15: vor
00:02:15: fünfhundert Jahren.
00:02:17: Stichwort
00:02:18: Bildungsgerechtigkeit.
00:02:19: Ein Thema,
00:02:20: das heute noch so aktuell
00:02:21: ist wie damals.
00:02:23: Wer
00:02:23: kann auch weiter für die Schulen
00:02:25: gehen?
00:02:27: Ab wann können Mädchen und junge Frauen in den Schulen gehen und
00:02:33: haben Zugang zu Bildung,
00:02:35: aber auch wer ermöglicht Bildung.
00:02:38: Und wie wird Bildung ermöglichen?
00:02:40: Das ist ein Thema das bei uns in Nürnberg ein ganz wichtiges
00:02:43: ist, dass in der
00:02:44: Politik nach wie
00:02:45: vor sehr
00:02:46: heißes frittiert wird bis nach wie vorher eine
00:02:48: sehr, sehr hohe Klinik.
00:02:50: auch monetär, ich will sie jetzt gar nicht mit Haushaltszahlen langweilen.
00:02:54: Aber es ist ein wichtiges Thema dass Kommunen das Städte in Bildung investieren.
00:02:59: Das hat nun
00:02:59: bereits vor
00:03:00: fünfhundert Jahren
00:03:01: getan
00:03:02: mit dem ersten
00:03:03: Gymnasium
00:03:04: das frei zugänglich war.
00:03:06: Das heißt es hat nichts gekostet wenn
00:03:08: man da hingegangen ist.
00:03:09: und falls etwas ganz Besonderes in der damaligen
00:03:12: Zeit eine weitere Bestunderheit Schule war, heute würde man sagen
00:03:18: eine kommunale
00:03:19: Schule war die eben nicht von der Kirche beziehen wollte sondern
00:03:23: von der
00:03:23: Stadt für die damalige Zeit ein Mogen.
00:03:26: Aber
00:03:27: es hat sich natürlich auch wie weiter hinbezieht und
00:03:30: ich möchte zuallererst ein ganz heißiges
00:03:32: Dankeschön sagen an die beiden
00:03:35: Kuratoren in der Ausstellung Frau Dr.
00:03:38: Antonia Landois und Herrn Dr.
00:03:39: Matthias
00:03:40: Rösch.
00:03:40: Frau Dr.
00:03:41: Landauer ist vom Stadtarchiv hier in Nürnberg, Herr Dr.
00:03:44: Rösch ist der Leiter des Schulmuseums an der FHU und die beiden haben wirklich eine hervorragende
00:03:51: Arbeit geleistet, haben in vieler langer Recherchearbeit
00:03:56: Fakten zusammengetragen, Zusammenhänge dargestellt
00:04:00: aber
00:04:01: eben auch diese Fragen wie ich gerade eingangs erwähnt habe beantwortet das so komprimiert, dass man es auch in einer guten Zeit
00:04:11: sich anschauen
00:04:12: und lesen kann.
00:04:13: Und wir haben natürlich auch einige Ausstellungsstücke, die sehr wertvoll sind und das wäre auch glaube ich ein Punkt mit dem wir heute beginnen würden.
00:04:22: Ich möchte zuallererst
00:04:22: mal Dankeschön sagen
00:04:24: dass wir hier sein können und diese wunderbare Ausstellung sehen.
00:04:29: Ich möchte aber auch noch sagen Das ist das Thema Bildung und ich glaub das sehen Sie wenn sie hier durchgehen in Nürnberg immer eine sehr starke Kurs selbst
00:04:38: hatte.
00:04:39: Ich
00:04:39: würde mir das heute auch manchmal
00:04:40: noch wünschen,
00:04:41: wenn wir die Zeitung aufschlagen
00:04:43: – sage
00:04:43: ich mal jetzt in Richtung Presse -, dass die positiven Dinge,
00:04:47: die bei
00:04:47: uns in den Schulen passieren und die wertvolle pädagogische
00:04:51: Arbeit
00:04:52: dort geleistet wird.
00:04:53: Dass die in der Öffentlichkeit vielleicht manchal auch ein Stückchen mehr gebürdig wird.
00:05:01: Ja, den Fokus auf bestimmte Schularten haben und andere Schularten feiern irgendwie völlig raus.
00:05:06: Damit auch nicht gearbeitet werden.
00:05:07: Ich nenne nur das Stichwort berufliche Bildung.
00:05:09: Das ist mir auch ganz wichtig.
00:05:11: Die Stadt Nürnberg
00:05:12: ist ja ein großer
00:05:13: Schulpräger für die beruflichen Schulen.
00:05:16: Wir sind das Ausbildungszentrum in Nordbayern mit vierzebthalmenden
00:05:20: kommunalen
00:05:21: Hubschulen.
00:05:22: Und da möchte ich einfach noch mal eine Lanze brechen, dass man da genauer
00:05:27: hinschaut,
00:05:27: denn das sind alles.
00:05:36: Ich sage Danke.
00:05:37: Ich übergebe jetzt das Wort an die beiden Kuratoren, die uns durch die Ausstellung führen und ich freue mich dann nach auf dieses
00:05:43: Gespräch.
00:05:52: Ja meine sehr geehrten Damen und Herren, zunächst mal der lautstärke Test.
00:05:57: bin ich auch hinten vernehmbar?
00:06:01: Danke sehr!
00:06:04: Von meiner Seite auch herzlich willkommen zu unserer heutigen Führung zur Ausstellungseröffnung, sehr schön dass sie alle gekommen sind.
00:06:11: Zu einer Uhrzeit wo man am Samstag bei Leibe nicht unbedingt erwarten kann das man sich schon auf den Weg zu einer Ausstellung macht.
00:06:20: Das kann Schule machen.
00:06:22: von Melanchthon zur Bildung statt Nürnberg haben wir unsere Ausstellung genannt.
00:06:27: Darin steckt einerseits etwas sehr Appellatives.
00:06:32: das kann Schule Machen zeigen.
00:06:34: Wir versuchen zu zeigen Welche Ideen konnten sich durchsetzen, welche konnten auch nicht durchsetzten.
00:06:40: Wo waren riesigende Scheiterns?
00:06:43: Wo sind Sachen gescheitert?
00:06:46: Welche Sachen hätten vielleicht lieber Nichtschule gemacht oder schon viel früher nicht mehr Schule gemacht?
00:06:53: Stichwort Bildung und Förderung von Mädchen.
00:06:57: Insgesamt ist eben konstanter Wandel letztlich das worin man zusammenfassen kann.
00:07:04: Das ist die Bildungsstadt Nürnberg.
00:07:06: in zwei Worten So wie in anderen Städten auch bewegt sich im Bereich der Bildung regelmäßig etwas, in den letzten fünf Jahrhunderten.
00:07:15: Und für uns war eben der Anlass, fünfhundert Jahre obere Schule bei Ägidien wirklich mal genauer hinzuschauen zu recherchieren und zu versuchen darzustellen was kann man in den einzelnen Jahrhunderten schlaglichtartig feststellen einerseits zur elementaren Bildung oder zur Grundbildung?
00:07:36: Das sind dann immer die gelben Tafeln, also da könnten sie dann wenn Sie jetzt nur an dem interessiert sind von Gelb zu Gelb springen und würden über die Jahrhunderte etwas erfahren.
00:07:46: Und andererseits die sogenannte Weiterführende oder auch dann höhere Bildung wo eben danach gefragt wird wie sah es denn eigentlich aus?
00:07:55: Auch Verhältnisse interessieren natürlich.
00:07:57: Also Zahlenverhältnisse zum Beispiel.
00:08:00: vom einen zum anderen ist interessiert Alphabetisierung Alphabetisierung gerade und viele andere Fragen.
00:08:09: Wir können mit dieser Ausstellung, die man sich ja in einem bestimmten Zeitraum einfach jetzt hier einerseits bis zum achtzehnten Oktober anschauen kann dann aber eben auch in einen bestimmten zeitlichen Rahmen, den man selber mitbringt, sich betrachten kann, kann man natürlich bei Weitem nicht alles schon zeigen was zu diesem Thema zu sagen wäre.
00:08:32: Das wäre wirklich viel und Matthias Rösch wird dann auch noch kurz darauf eingehen, dass da eben im Bereich der Forschung auch noch viel zu tun wäre.
00:08:40: also wir haben einerseits eine farbliche Abgrenzung voneinander.
00:08:46: Wir haben dann mit Hashtags gearbeitet die uns ermöglichen sollen auf einen Blick.
00:08:51: Wir können ja nicht die gesamten historischen Hintergrund zeigen auf einer Tafel aber mit einem Blick uns verorten in dem Jahrhundert Referenten Drinkel hat schon erwähnt, haben wir eben auch das Ganze so konzipiert dass es modular einsetzbar ist.
00:09:08: Man kann also eine herausnehmen und die darf auch wandern.
00:09:11: Sei an dieser Stelle ausdrücklich gesagt.
00:09:13: Also die Ausstellung kann nach dem achtzehnten, zehnten dann von Bildungsinstitutionen oder jeglicher Institutionen, die sich dafür interessiert, auch ausgelehnt werden.
00:09:26: Was soll Bildung leisten?
00:09:28: Ich möchte besonders nochmal hier auf Dürrers Blick eingehen.
00:09:33: Die Zeit vor fünfhundert Jahren war seine Zeit, aber ohne den Humanismus für den er steht als Bewegung.
00:09:43: Aber für den ganz besonders eben auch dieses Selbstbildnis im Pelzrock steht wo uns jemand frontal anschaut und uns fordernd und selbstbewusst entgegentritt.
00:09:57: Das ist so der Nukleus, das ist der Kern von dem Selbstbewusstsein, dass die Humanisten als Ziel einer Bildung hatten.
00:10:05: Mündige Bürger, die Verantwortung übernehmen konnten, die Sprachen beherrscht haben, die Ämter übernehmen könnten und die konstruktiv und meist wirklich Oprigkeitsnah – das darf man auch nicht verschweigen -, dass die Ordnung stützen wollten, die da war!
00:10:25: Nur mit einer enormen Verbesserung im Bereich der Bildung.
00:10:29: Dieser Verbesserungen im Bereich des Sprachbeherrschungs ist von Stunde eins an das Anliegen der Humanisten gewesen.
00:10:38: und so möchte ich nur einmal darauf hinweisen, dass in dem Kernstück des Humanismus der Philosophie von Albrecht Dürer eine Frau auf dem Thron sitzt als Allegorie die Philosophia.
00:10:56: um sie herum sind männliche Autoritäten versammelt.
00:11:00: Und das möchte einfach als Impuls mal so stehen lassen, dass in der Tat die Humanisten zwar grundsätzlich – das kann man schon feststellen – eine Offenheit besessen haben, Ziele von ihnen, dass auch die Frauen gebildet sein können.
00:11:21: aber vorgesehen, sagt man mal, so war es ja bekanntlich nicht!
00:11:27: Und ich würde dann jetzt an Matthias Rösch zur Einführung übergeben.
00:11:30: und im Anschluss gehen wir dann, einerseits fangen wir hier an.
00:11:34: Im Anschloss und dann gehen wir ein bisschen durch die Ausstellung.
00:11:37: Ja also die wichtigsten Sachen wissen Sie ja ungefähr schon.
00:11:40: so zur Einführung.
00:11:40: Ich sage nur ganz kurz noch mal herzlich willkommen an die genialen Lehrer die alle hier sind.
00:11:44: Die Lehrer tragen die Schule, die Lehrer, die Politik, die Verwaltung.
00:11:47: Alle zusammen tragen diese Schule auch die Verbände die hier sind Also das ist der Bayerische Philologenverband Und viele andere.
00:11:53: also herzlich willkommen auch von Seiten des Schulmuseums und ich freue mich auf viele bekannte Gesichter zu sehen.
00:11:58: Entschuldigung, das wollte ich aber nur kurz einflächen.
00:12:00: Und dann noch ein zweites zur Einführung.
00:12:03: wir haben natürlich auch einen Hintergedanken.
00:12:04: Also hier sind ja Geschichtslehrer die vielleicht mit ihren Schulen kommen was uns sehr freuen würde.
00:12:08: Aber wie wollen sie auch so ein bisschen verführen?
00:12:11: Das sind ja Stadtverführungen.
00:12:12: Das heißt Sie sehen hier Dokumente wo sich dann mal normalen Menschen denken also wo ist der nächste Müllhaufen oder schmeiß man es weg!
00:12:20: Also hier in Schulheft Wie viele Schüler inklusive meinen Sohn schmeißen alles nach dem Abitur weg oder wird heilig verbrannt.
00:12:27: Wenn Sie sich diese Sachen anschauen, das sind ausgesuchte Schätze der Startarif.
00:12:31: Der Startariff ist eine wunderbare Einrichtung die wirklich auch Schule dokumentiert und es ist nicht selbstverständlich Und die Frau Landauans hat diese ganzen Schätze hier entdeckt und wir wollen sie ein bisschen verführen Auch diese Sachen anzuschauen.
00:12:43: wenn sie einen völlig unscheinbares Papier hervor sich haben wo sich denken naja irgendeinen Notiz da müssen sie wissen es ist die Handschrift von Philipp Milamsturm in der Zeit, fünfzehnundzwanzig.
00:12:54: Also es ist fünfhundert Jahre her und so schreibt einer der prägendsten Personen der deutschen Geschichte, der die Reformation geprägt hat und eine der größten Bildungsreformen war überhaupt in Europa.
00:13:03: Und hier eine unscheinbare winzig kleine Handschrift.
00:13:06: das ist Archiv und dazu haben wir die Archive an Deutschland dass sie wissen was ist wichtig und bedeutsam für die Geschichte eines Landes und es auch bei Warnung.
00:13:14: deswegen ein herzliches Dankeschön an die Archivare hier im Raum und auch an Sie, lieber Dr.
00:13:18: Bauenfeindlich sehe ich sie zwar gerade gar nicht aber sie sind ja noch da Genau.
00:13:22: Ja, also das ist auch noch als Intro und man kann eigentlich von dem Blick auf diese Archiv-Gegenstände nochmal kurz auf die Tafeln zu verklenken.
00:13:32: Sie sehen Überschriften und ich hoffe dass diese Überschaften ihnen auch privat immer wieder durch den Kopf gehen.
00:13:38: Das hat Schule eigentlich für eine Wirkung.
00:13:39: wir haben bewusst überstiftengewählt die von Schülern immer wieder mal im Kopf umgehen wenn sie zur Schule nachdenkt bei Lehrkräften oder auch in der Politik und bei jedem der in der Früh meine Zeitung guckt und über Schule redet.
00:13:51: Soweit zur Einführung.
00:13:55: Dann möchte ich Sie bitten, soweit Sie möchten einen Blick hier auf das erste Objekt, dass uns jetzt etwas beschäftigt zu werfen.
00:14:05: Das ist ein Brief von Philipp Melanchthon, den wir hier im RePro zeigen weil es original als Autograph tatsächlich von einigem Wert ist und konservatorisch bewahrt werden muss.
00:14:20: Machen wir ausnahmsweise, bitte um Verständnis.
00:14:24: So und hier kann man eben Philipp Melanchthon's eigene Hand sehen wie er schreibt.
00:14:32: das nannte sich humanistische Kursive oder die Forscher nennen es Humanistische kursive.
00:14:38: damals haben sie natürlich nicht so genannt die haben sich auch selber Nicht-Humanisten genannt sondern sie waren aus ihrem verständnis gelehrte Und keine... Das Wort humanister ist zwar zeitgenössisch belegt, aber nicht fest.
00:14:53: Also die Schriftart hat eine... Man kann bei Philipp Melanchthon's Sehneisen sehr zorgfältiger Geist und er schreibt selbstverständlich als gelehrter auf Latein.
00:15:03: in dem Fall schreibt er an Lazarus Spengler, Lazarus Spengler, eine bedeutende Persönlichkeit der Reformation Ratschreiber der Stadt Nürnberg und wirklich ein Motor- und Prozessvorantreiber dieser fundamentalen Veränderung die die Stadt, fifteenhundertfünfundzwanzig offiziell vorgenommen hat.
00:15:25: Und in den Jahren zuvor aber schon seit Jahren sich angebahnt hat.
00:15:30: In diesem Schreiben geht es... Das ist wie eine kleine Lupe auf dem Kopf eines Humanisten und Theologen.
00:15:38: Er schreibt einerseits Anlarzere Spengler, kannst du was für den Freitiedrich tun?
00:15:44: Einen anderen bedeutenden Geistlichen der Stadt Nürnberg.
00:15:47: Kannst du... tu was für denen!
00:15:50: Daraus sehen wir das ganz wichtiges Netzwerk.
00:15:53: Diese Menschen haben in Netzwerken gedacht von geleertem zu geleertim und haben sich dabei über ganz Europa.
00:16:02: an der Spitze steht Erasmus von Rotterdam mit seinem Netzwerk, er haben sich über ganz Europa hinweg brieflig vernetzt und sich mit Buchwitmungen, mit unterschiedlichsten... Ja, Formen von Schriften immer wieder gegenseitig ins Gedächtnis gerufen und sich auf diese Weise vernetzt.
00:16:20: Also ganz konkrete Auswirkungen auf Karrieren.
00:16:22: also kannst du was für den tun ist ganz typisch Ich habe für den etwas getan der lehrt jetzt dort und so weiter Und ich hab über denen gehört dass er was taugt und das ist auch sehr direkt auch in Theologen untereinander In diesen Streitbahnzeiten schonend sich in dem Brief gegenseitung in keiner weiße.
00:16:42: Das macht Melanchthon hier.
00:16:44: Er schreibt über Billikaden einen anderen und zwingt die Nichtgeraar, also schreibt er sehr deutlich was er von der theologischen derzeitigen Thesen hält.
00:16:57: Aber ganz zentral ist im Prinzip der Satz den er in der Mitte seines Schreibens untergebracht hat – er schreibt nämlich wenn sich die Staaten nicht durch Freigibigkeit oder der Bildung Wittmann und den Studien, dann geht die Nation in Barbarei unter.
00:17:15: Nichts weniger als das!
00:17:17: Das ist der Punkt hier.
00:17:19: Wenn wir jetzt nichts machen, wenn wir die Bildungsmissäre weitergehen lassen – wenn wir es zulassen, dass nach der Schließung der Klöster dem teilweise ja erwiesenermaßen mangelhaften Unterricht durch die Geistlichen nichts an diese Stelle tritt.
00:17:35: Wenn wir diese Lücke nicht füllen, diese Missstände nicht beseitigen dann droht nicht weniger als Barbariei.
00:17:41: Dann fallen wir in diesen Zustand zurück und diese kräftigen Worte waren ziemlich typisch.
00:17:46: auch das ist typisch für Humanisten.
00:17:48: meistens haben sie sich auch einer gewissen Polemik bedient.
00:17:51: Philipp Manchthon war da nicht anders.
00:17:56: sehr, sehr frühen Lehrstuhl für Altgriechisch an der Universität Wittenberg.
00:18:00: Da war er einundzwanzig Jahre jung hat ihn die Verbesserung der Studien umgetrieben und so ist es auch kein Wunder natürlich dass er dann fifteenhundertfünfundzwanziger bis nun schon eine ganze Weile zuvor vom Rat der Stadt kontaktiert wird.
00:18:17: und eigentlich vorgesehenes als Leiter einer neuen Bildungseinrichtungen.
00:18:23: Für die Leitung hat er sich bekannte Maßen nicht erwärmt, aber er hat durch sein Netzwerk dafür gesorgt dass hervorragende Lehrer nach Nürnberg kamen und diese Schule dann letztlich eröffnen konnten.
00:18:35: Also hier ein Blick wie einen Humanist schreibt und was macht der Rat des Stadt Nürmberg draußen
00:18:43: Matthias?
00:18:44: Also jetzt bildlich gesprochen springt wir jetzt vom Handy von der Handikommunikation, wobei das natürlich eine Zeit dauert.
00:18:50: Zwei Wochen bis der Briefseinsender erreicht und zwei Wochen bis er zurückkommt.
00:18:54: Und wenn Sie vorstellen die ganze Kommunikation diese jeden Tag im Handy führen, führen sie alle nur mit Papier und mit Posts.
00:19:00: Und bei einer Post, die nicht mit dem Auto fährt oder nicht mit einem Flugzeug sondern mit der Kutsche mit den Pferden.
00:19:04: Also von der Handy-Kommunikation, sei mal so symbolisch gehen wir jetzt rüber in die offizielle Kommunikations der Stadt, die in einem eigenen Dekret verkündet dass sie einen neuen Typus schon Schule gründen wollen.
00:19:17: Das ist ein ganz ausführliches, großes Schreiben.
00:19:19: Ich finde es sehr spannend und ein Stück weit auch skurril.
00:19:22: Es geht ja um einen neuen Schultypus also ein Schultypus das haben Sie schon gehört auch von der Bildungsreferentin für bestimmte Schüler Stipendien anbietet was ja sensationell ist bei Bildung dieser Art und Weise eher etwas für die wirklich vermögenderen Bereich ist und Stipenden anzubieten die einfachen Handwerker ermöglichen.
00:19:38: Das ist jetzt nicht nur aus sozialem Denken raus und das ist auch ein ganz klar orientiertes Denken.
00:19:45: Absolut die Spitzenbildung brauchen wir alle Begabungspotenziale.
00:19:48: Das ist ein Denken, das in der Zeit anfängt und hier haben wir die Stadt offiziell und der neue Typus vermittelt mehr Mathematik vielmehr, viel bessere Mathematika untervermittelt intensiv griechisch-altgriechische um den Kopf zu schulen mit antiker Philosophie im Rhetorik und vielen anderen.
00:20:04: Und da sind noch einige weitere interessante Sachen dabei.
00:20:07: Sie können es gern selber lesen aber dass für mich also erstaunlich ist Ich weiß nicht ob Frau Trinkel, wenn sie eine Sache bekannt machen würde die ersten zwei Drittel ihrer Bekanntgebung nur mit Klagen über die Schule verbringt.
00:20:20: Also ich kenne Sie als Optimistin, als jemand der voraus denkt aber zwei Drittel eines ganzen Briefs nur mit Kragen zu verbringen wie dieses Mandat hier das beschreibt die chaotischen Zustände und die Lehrer hier bitte die Ohren zu halten.
00:20:33: da sind marotierende Schülerhorden zum Teil unter Leitung von Lehrern in der Stadt unterwegs.
00:20:37: vor denen muss man sich fürchten.
00:20:38: Wir haben kein Interesse, die Schüler lernen an Bildung oder irgendwas.
00:20:42: Und das hier auch nur offen zu verkünden was für ein Desaas in der Stadt ist, ist ja eigentlich blamabel und deswegen finde ich den Gang, die Geschichte immer so wertvoll weil sie uns hilft um bisschen über die Zeit nachzudenken.
00:20:53: Ist es wirklich immer so blamable Fehler zuzugeben?
00:20:56: Warum sind wir Wähler so barbarisch und zwingen unsere Politiker dazu permanent nur alles Gute und sonst wie so verkündet man statt dass wir offen auch über Fehler reden können Über Dinge die nicht klappen.
00:21:06: und dieses Schreiben hier ist ganz offen radikal offen.
00:21:10: Sie können es auch, die Verlernungsterte für alle Alpendruckmente hier auf kleine Übersetzungen, Transkriptionen und Vorbereiten, das können sie alles nachlesen.
00:21:18: Das sind diese Heftchen ne?
00:21:19: Also die glaube ich sind schon ... Aber man kann sie auch... Wir werden sie nachliefern und nach Möglichkeit ermöglichen.
00:21:29: Einen Tag vor Schulgründung wird dieses offizielle Mandat gedruckt unter die Leute gebracht Und einen Tag später hält Melanchthon dann schon die Eröffnungsrede für die neue Schule.
00:21:43: Ja, und Sie merken mir auch meine Begeisterung an für Geschichte aber es ist ein Stück weit natürlich auch finde ich absolut nachvollziehbar.
00:21:49: diese Dokumente erzählen uns immer mehr als nur so'n kleinen Ausschnitt.
00:21:52: also sie stellen auch immer Fragen an uns wie macht ihr heute das denn eigentlich?
00:21:56: Wie geht dir heute mit Schule um?
00:21:57: was könnt Ihr was?
00:21:58: Was wollt Ihr wollte hin und deswegen auch diese Überschritten hier?
00:22:02: Laut dir viel!
00:22:04: Soll ich einfach gleich mit Größt betonen?
00:22:06: Wir hätten ein zweites Objekt hier, das ist allerdings nur an der Wand.
00:22:10: Das ist sehr brüchig und kaputt.
00:22:12: Es wurde vor ungefähr zwanzig Jahren zwischen den Dachsparen eines Hauses in der Altstadt gefunden.
00:22:17: Also zwischen allmöglichem Schutt... Und der Mann, der das dachrenoviert hat war zum Glück ein Historiker.
00:22:21: Er hatte in dem Schutt zwei so komische Teile bemerkt.
00:22:24: Ungefähr so groß, völlig verschmiert, braunen, schwarz.
00:22:28: Hat ihn dann restauriert und gemerkt, dass es wie kostbar das ist!
00:22:31: Das ist eine Lautierfiebeln.
00:22:33: Die ist dreizehundertdreizig entstanden.
00:22:35: Lautieren heißt, dass sich nichts sagt K sondern k und nicht B, sondern b. Also eine Methode mit der man das lesen lernen sehr viel schneller machen kann.
00:22:44: Dieses Buch ist noch ein bisschen älter als es ungefähr hundert Jahre vorher schon erschienen.
00:22:48: beide Male dieses Buch unter Vorgängern in Nürnberg.
00:22:51: aber der Knackpunkt bei diesem Buch ist jetzt für uns ganz selbstverständlich.
00:22:56: da sind ja Bilder drin.
00:22:58: Aber für diese Zeit, für das sechzehnte Jahrhundert und auch fürs fünftente sind Bilder im Schulbüchen nichts selbstverständliches was komplett neues Und das alleine reicht ja nicht.
00:23:09: Sondern wenn Sie sich überlegen, also ich versuche jetzt den Herrn Wenzel von einer Sache zu überzeugen und ein Buch zu gewinnen.
00:23:16: Wie mache ich das?
00:23:17: Da muss ich mich Ihnen rein denken!
00:23:19: Wie denkt er was findet er schön, das findet er angenehm und so würde ich ihm dieses Buch präsentieren und so einen Buch wirklich produzieren.
00:23:25: Verstehen sie diese Leute hier die denken anders, die denken nicht mehr.
00:23:30: friss oder stirb, wenn du in die Schule kommst hast du zu lernen sondern die denken sich in das Kind rein Aber da sind die viel zu früh dran.
00:23:36: Das ist Eln-Ki um nineteenhundert, das ist aber dieses Buch ist sechzehn dreiunddreißig.
00:23:41: was machen denn diese Nömen?
00:23:42: daher ehrlich und es für mich nochmal verrücktere ist dass wir hier sechszehnunddreiund dreißig sind es Wallenstein um die Stadt.
00:23:48: Die Stadt ist belagert fest tote oder die Stadt in einem furchtbaren Zustand die Finanzen sind im Keller.
00:23:54: der interessiert sich nur noch zur Bildung.
00:23:56: also müssen wir in dieser Stadt wirklich Leute haben die jenseits von allen Schwierigkeiten Herausforderungen die einem auf der Schulter liegen wissen, wie wichtig gute Bildung ist.
00:24:07: Und deswegen hat diese Grüßbeutel-Fiebel auch noch mal einen ganzen anderen Hintergrund.
00:24:11: und wenn Sie sie verbinden mit einem zweiten Buch, Heinrich Stefani ist Schulamtsleiter in dem frühen XIX Jahrhundert erstes Drittel.
00:24:19: der hat eine Lautierfiebel rausgegeben.
00:24:22: aber wieso denn schon wieder?
00:24:24: Diese Lautiervieblis von damaligen Lehrern in Nürnberg durchgeboxt worden von damals im Lehrerverband, durchgeboxt worden bei die Zeitgenossen.
00:24:31: Die Lehrer hatten kein Interesse an der Lautierfibel aber die ist doch hier schon.
00:24:34: Wieso denn bitte da nochmal?
00:24:36: Und wie so ein Schulamtsleiter?
00:24:38: es gibt auch eigentlich das Vorteil in der Verwaltung und in der Politik, die sind nicht so.
00:24:43: Sie verstehen was ich meine.
00:24:45: Wir haben in der Verbindung der beiden Bücher.
00:24:47: noch mal eine ganz wichtige Sache.
00:24:49: und dann möchte ich auch noch einmal um Aufmerksamkeit bitten.
00:24:52: Das sind ja zweihundertfünfzig Jahre.
00:24:54: Zweihundertfünfzig Jahre dauert es, bis sich in die Dautier-Methode durchsetzen.
00:24:57: Wir reden nur über ein wenig kleines Detail von Schule.
00:25:00: Es gibt unter uns immer wieder Leute, die extrem ungeduldig sind und die von der Politik verlangen, dass sie von heute auf morgen die Sachen durchsetzen Die von den Schulleitern und Lehrern verlangen Macht alles sofort!
00:25:09: Warum braucht er so ewig?
00:25:11: Gute Bildung braucht einfach Zeit Die braucht Zeit, die braucht Reife Und die braucht Menschen.
00:25:15: das mit durchsetzten Diese Sache erzählen uns diese beiden kleinen Bücher Das hier in der Art und das im Original
00:25:24: Eine ganz andere Geschichte erzählt.
00:25:28: dann tatsächlich, wenn man jetzt auf den Bildungsaufbruch schaut von Fünfzehnundzeixundzwanzig, den wir gerade wirklich nur in Grundzügen umrissen haben.
00:25:36: Also da ist keine Vollständigkeit dabei!
00:25:38: Da könnte man ganz viel weiter noch dazu erzählen auch wie es dann weiter ging mit der Schule.
00:25:45: Mir wichtig ist nochmal festzustellen hier wird über Bildung bestimmt für begabte Jungen parallel dazu.
00:25:52: Begabte Junge sollten von ihren Eltern auf diese Schule geschickt werden, wo sie kostenlos unterrichtet werden konnten.
00:26:01: Wir schauen jetzt noch mal was war eigentlich noch da?
00:26:04: und zu dem Zeitpunkt waren zahlreiche deutsche Schulen schon in der Stadt etabliert.
00:26:11: Schulen, in denen man eben die elementare Bildung lesen schreiben, rechnen lernen konnte.
00:26:17: Das war in Nürnberg ein freies Gewerbe, also da gab es dann Schulmeister und am Anfang hießen sie Stuhlschreiber die unterrichtet haben in diesen Grundfertigkeiten.
00:26:29: Und man darf fürs ganze sechzehnte Jahrhundert auch schon im fünften Jahrhundert annehmen das eben rund dreißig Prozent der Bevölkerung lesen und schreiben konnten.
00:26:40: solider Durchschnitt für die damalige Zeit, aber als Hintergrund sich wichtig vor Augen zu führen dass wir über welche Spitze wir sozusagen reden wenn wir von dieser oberen Schule bei Sankt Egidien reden oder von den Lateinschulen die schon seit Jahrhunderten etabliert hatten und von denen es Nürnberg IV gab.
00:26:58: Für an deutschen Schulen haben in der Zeit auch bereits Mädchen Unterricht bekommen.
00:27:04: das heißt eine Elementare Bildung war für Mädchen letzten Endes einfach eine Entscheidung der Eltern, möchte man es oder möchte man das nicht gehörte.
00:27:13: Aber auf dem Heiratsmarkt und an anderen Stellen durchaus dazu dass eine Frau zumindest soweit gebildet war, dass sie eben einen Haushalt führen konnte und es hieß damals meistens mit einer Vielzahl von Personen wo man eben auch komplexe Planungen und Vorkehrungen treffen musste um eben auch da erfolgreich drin zu sein.
00:27:37: und natürlich die Erziehung der Kinder im christlichen Geiste, das sollten die Frauen auch gewährleisten.
00:27:44: Und deshalb war den Reformatoren von Anfang an ein Anliegen dass auch die Mädchen lernen.
00:27:51: allerdings wenn man Luther beim Wort nehmen würde von Eine Stunde am Tag sollte doch genügen, damit sie vorbereitet ist auf ihre späteren Aufgaben und auch nicht zu sehr abgelenkt von anderen Aufgaben in ihrem häuslichen Bereich.
00:28:10: Während für die Jungs ganz regelmäßig vorgesehen war dass sie am Tag zwischen sechs und sieben Stunden Schulunterricht hatten In der Stadt Nürnberg muss man sagen Lothar da nie beim Wort genommen worden.
00:28:25: Da gingen die Mädchen eben auch zu den deutschen Schulmeistern und so weiter.
00:28:29: Und haben diesen Unterricht dort erwiesenermaßen wahrgenommen, so stark dass man Anfang des achtzehnten Jahrhunderts dann Zahlen hat von...
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